14.10.2011
Tagung: "Bubenarbeit im internationalen Vergleich"
Eine Kooperation von Poika - Verein für gendersensible Bubenarbeit, FH Campus Wien, White Ribbon und M.E.N. Männergesundheitszentrum
Referent_innen: Raewynn Connell, Miguel Diaz, Jens Malmström, Hansjürgen Sieber
Ort: FH Campus Wien, Favoritenstraße 226, 1100 Wien
Zeit: 09:00 - 18:00
Weitere Infos finden Sie hier
24.10.2011 (der Termin wurde vom 19.10. auf den 24.10 verschoben!):
Gender Talk
Wir sitzen alle in einem Boot?! Konstruktion von Männlichkeit(en) vor dem Hintergrund eines antisexistischen Imperativs
Die österreichische Männertagung 2011 widmet sich dem Thema Diversität von Männlichkeiten. Unterschiedliche Männlichkeitsentwürfe werden vor dem Hintergrund relevanter gesellschaftlicher Diskurse im Feld der Männerarbeit diskutiert. Die Veranstaltung bietet dabei einen geeigneten Rahmen für die Vorstellung forschungsbasierter wie praxisrelevanter Konzepte und Zugänge in der Männerarbeit. Eine kritische Diskussion über relevante Spannungsfelder und Potentiale in der aktuellen Männerarbeit soll anregt werden.
Die österreichische Männertagung 2011 möchte eine Perspektive eröffnen, die die komplexen Relationen zwischen Frauen und Männern sowie zwischen verschiedenen Männlichkeiten wahrnimmt und in ihren Verschränkungen mit anderen sozialen Faktoren wie soziale Lage und Migration untersucht. Daraus sollen zukunftsorientierte Politiken für die Männerarbeit entwickelt werden.
Gender Talk
Resilienz bei Jugendlichen aus gewaltbelasteten Familien
Im EU-Forschungsprojekt STAMINA (Daphne III; 2009-2011) wurden Faktoren, die zu Gewaltresilienz bei Jugendlichen beitragen, untersucht. Hauptfragestellung war, warum manche Jugendliche, die in gewaltbelasteten familiären Kontexten aufwachsen, sich positiv (d.h. keine Gewalttätigkeit, keine depressiven Tendenzen) entwickeln.
Im Rahmen einer Querschnittstudie wurde eine schriftliche Befragung zur Gewaltsozialisation mit 3500 Jugendlichen in vier Ländern druchgeführt (Deutschland, Österreich, Spanien, Slowenien. In der Steiermark wurden 724 Jugendliche befragt). In Interviews mit 120 Jugendlichen wurden Resilienzfaktoren, die ungünstige Ausgangsbedingungen auszugleichen vermögen, weiter untersucht.
Faktoren, die Gewaltresilienz fördern, wurden auf der Ebene der Persönlichkeitsentwicklung, der Mikro-Ebene zwischenmenschlicher Beziehungen, der Meso-Ebene, der inner- und extrafamiliären Alltagsorganisation und der Makro-Ebene der Wirkung gesetzlicher Regelungen sowie sozilaer Institutionen beleuchtet. Die Auswertungen, die gegenwärtig druchgeführt werden, weisen auf relevante einflüsse auf den verschiedenen Ebenen hin (z.B. emotionale Selbstkontrolle, Kontakt mit vertrauten Personen, aufmerksame und effiziente Institutionen).
Mag.a Elli Scambor, Dr Christian Scambor
Forschungsbüro Männerberatung Graz
WHITE RIBBON